Nachrichten über Startups und Risikoinvestitionen – Montag, 9. Februar 2026: Mega-Fonds, rekordverdächtige KI-Runden, Welle von M&A und Wiederbelebung von IPOs

/ /
Nachrichten über Startups und Risikoinvestitionen – Montag, 9. Februar 2026
2
Nachrichten über Startups und Risikoinvestitionen – Montag, 9. Februar 2026: Mega-Fonds, rekordverdächtige KI-Runden, Welle von M&A und Wiederbelebung von IPOs

Nachrichten zu Startups und Venture Capital am Montag, den 9. Februar 2026: die größten Finanzierungsrunden, Aktivitäten von Venture Capital-Fonds, das Wachstum von KI-Startups, Fintech und Biotech, sowie die wichtigsten Trends auf dem globalen Venture Capital-Markt.

Zu Beginn des Februar 2026 erholt sich der globale Venture-Capital-Markt nach den Rückgängen der letzten Jahre. Vorläufigen Schätzungen zufolge war 2025 praktisch ein Rekordjahr für die Investitionen in Startups und lag nur etwas hinter den Höchstwerten der Jahre 2021–2022. Private Investitionen fließen erneut massenhaft in den Technologiesektor: Investoren weltweit finanzieren aktiv vielversprechende Unternehmen, es werden Transaktionen ohne Präzedenzfall abgeschlossen und die Pläne von Startups für den Börsengang rücken wieder in den Vordergrund. Die größten Akteure der Venture-Industrie starten neue riesige Fonds und Investitionsprogramme, während Regierungen und Unternehmen die Unterstützung für Innovationen verstärken. Infolgedessen zeigt der Venture-Markt zu Beginn des Jahres 2026 eine positive Dynamik, die vorsichtigen Optimismus weckt – auch wenn die Investoren weiterhin selektiv bei der Bewertung von Projekten und ihren Geschäftsmodellen vorgehen.

Das Wachstum der Venture-Aktivitäten hat globalen Charakter, ist jedoch ungleich verteilt. Die USA bleiben der Hauptmotor: Auf die amerikanischen Startups entfällt der Löwenanteil der großen Finanzierungsrunden, insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz. In Europa setzt sich der Anstieg der Investitionen fort: Im Jahr 2025 hat Deutschland erstmals seit einem Jahrzehnt Großbritannien in Bezug auf das insgesamt angezogene Venture-Kapital überholt und die Positionen der europäischen Technologie-Hubs gefestigt. In Asien ist die Dynamik gemischt: Das indische Ökosystem hat ein neues Reifegradniveau erreicht (im Januar wurden die ersten "Einhörner" des Jahres 2026 ernannt und bedeutende lokale IPOs fanden wieder statt), während die Venture-Aktivitäten in China aufgrund regulatorischer Einschränkungen und einer Verschiebung des Fokus auf interne Prioritäten gedämpft bleiben. Im Nahen Osten hingegen beschleunigt sich die Entwicklung: Fonds aus den VAE, Saudi-Arabien und Katar investieren Milliarden von Dollar in Technologieunternehmen – sowohl in der Region als auch weltweit – und setzen auf Fintech, Cloud-Services und KI. Die Startup-Ökosysteme Russlands und angrenzender Länder versuchen ebenfalls, nicht zurückzubleiben, indem sie lokale Fonds und Unterstützungsprogramme auflegen, obwohl die Beträge der Venture-Investitionen dort bislang deutlich geringer sind. Somit hat der neue Venture-Aufschwung tatsächlich ein globales Ausmaß erreicht, das die meisten Regionen umfasst.

Hier sind die Schlüsseltendenzen, die die Agenda des Venture-Marktes am 9. Februar 2026 bestimmen:

  • Rückkehr der Megafonds und großer Investoren. Führende Venture-Firmen sammeln rekordverdächtige große Fonds und erhöhen abrupt die Investments, wodurch der Markt erneut mit Kapital geflutet wird und die Risikobereitschaft steigt.
  • Rekordverdächtige KI-Megafonds und eine neue Welle von "Einhörnern". Historisch enorme Investitionen im Bereich der künstlichen Intelligenz heben die Bewertungen von Startups auf ungeahnte Höhen und schaffen Dutzende neuer Unternehmen mit Einhorn-Status, deren Bewertungen über eine Milliarde Dollar liegen.
  • Klimatechnologien und Energie ziehen Megatransaktionen an. Der Sektor nachhaltiger Energien und Klimatechnologien rückt durch Multimillionen- und sogar Milliardendeals weltweit in den Vordergrund.
  • Konsolidierung im Fintech-Sektor und eine Welle von M&A. Reife Fintech-Akteure werden Ziel von Milliardenübernahmen, während einige "Einhörner" selbst durch strategische Akquisitionen expandieren.
  • Belebung des IPO-Markts. Börsengänge von Technologie-Unternehmen stehen erneut im Mittelpunkt: Erfolgreiche IPOs inspirieren neue Kandidaten, sich auf den Gang an die Börse vorzubereiten und bestätigen die Öffnung des lang erwarteten "Fensters" für Exits.
  • Fokus auf Verteidigungs-, Raumfahrt- und Cyber-Startups. Venture-Fonds verlagern Kapital in strategische Sektoren – von Verteidigung und Raumfahrt bis zur Cybersicherheit – als Reaktion auf neue geopolitische Herausforderungen.
  • Wiederbelebung der Investitionen in Biotech und digitale Gesundheit. Nach einem langen Rückgang zieht der Biotechnologie- und Medizintechnologiemarkt erneut große Kapitalmengen an, gestützt auf Erfolge bei Transaktionen und wissenschaftlichen Durchbrüchen der letzten Monate.

Rückkehr der Megafonds: Großes Kapital kehrt zurück

Die größten Investmentakteure kehren triumphierend auf den Venture-Markt zurück und signalisiert damit eine neue Risikobereitschaft. Globale Fonds kündigen beispiellose Kapitalbeschaffungsrunden an. So hat die amerikanische Firma Andreessen Horowitz (a16z) über 15 Milliarden Dollar in neue Fonds gesammelt und dabei das Gesamtvolumen der verwalteten Vermögen auf Rekordhöhen gesteigert. Japan bleibt da nicht zurück: SoftBank hat den dritten Vision Fund in Höhe von etwa 40 Milliarden Dollar ins Leben gerufen und gleichzeitig seine Präsenz im KI-Sektor verstärkt (Ende 2025 investierte SoftBank 22,5 Milliarden Dollar in OpenAI – eine der größten Einzelinvestitionen in der Geschichte der Startup-Industrie). Auch andere große Akteure haben ihre "Sparschweine" gefüllt: So schloss Lightspeed Venture Partners neue Fonds im Rahmen von insgesamt über 9 Milliarden Dollar ab (Rekord in der 25-jährigen Geschichte der Firma), während Tiger Global, nach jüngsten Verlusten zurückgekehrt, mit einem Fonds von 2,2 Milliarden Dollar wieder auf dem Markt ist und seine Ambitionen geltend macht.

Der Zufluss von solch "großem Kapital" erhöht die Liquidität auf dem Markt und verstärkt den Wettbewerb um die vielversprechendsten Geschäfte. Staatliche Fonds aus dem Golfraum und staatliche Institutionen weltweit investieren ebenfalls Milliarden in Technologieprojekte und bilden neue Megaplattformen zur Finanzierung von Innovationen. Experten schätzen, dass das gesamte Volumen der verfügbaren Mittel ("trockenes Pulver") bei den Investoren bereits hunderte Milliarden Dollar beträgt und bereit ist, investiert zu werden, während sich das Vertrauen auf dem Markt wieder festigt. Die Rückkehr solcher beeindruckenden Summen bestätigt den Glauben der Investoren an das weitere Wachstum des Technologiesektors und den Wunsch, den nächsten großen technologischen Durchbruch nicht zu verpassen.

Boom bei KI-Startups: Megarunden und neue "Einhörner"

Der Sektor der künstlichen Intelligenz bleibt der Hauptmotor des aktuellen Venture-Aufschwungs und zeigt rekordverdächtige Finanzierungsvolumina. Investoren versuchen, sich an der Spitze der KI-Revolution zu positionieren und sind bereit, enormes Kapital in die Führungskräfte des Wettlaufs zu investieren. Bereits in den ersten Wochen des Jahres 2026 wurden noch nie dagewesene Transaktionen bekannt gegeben. So hat das Projekt Waymo (autonomer Bereich von Alphabet) etwa 16 Milliarden Dollar neues Kapital bei einer Bewertung von rund 126 Milliarden Dollar angezogen und ist damit eines der teuersten Startups in der Geschichte geworden. Elon Musks Startup xAI erhielt etwa 20 Milliarden Dollar an Investitionen mit strategischer Beteiligung von Nvidia – ein phänomenales Finanzierungsvolumen für ein privates Technologieunternehmen. Branchenführer OpenAI führt Berichten zufolge Verhandlungen über die Beschaffung von bis zu 100 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von etwa 800 Milliarden Dollar – eine derart umfangreiche private Runde hat die Welt noch nicht gesehen (an den Gesprächen sind SoftBank sowie die Unternehmen Microsoft, Amazon, Nvidia und verschiedene Fonds aus dem Nahen Osten beteiligt). Auch der Konkurrent OpenAI, das Startup Anthropic, soll planen, bis zu 15 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von rund 350 Milliarden Dollar zu beschaffen.

Inmitten des Hype vervielfachen sich neue "Einhörner" schnell: Allein in den letzten Monaten haben Dutzende Unternehmen weltweit die Bewertung von 1 Milliarde Dollar überschritten. In den USA erreichen extrem schnell Unternehmen im Bereich generative KI den Einhorn-Status – von Videodiensten bis zu Sprachassistenten. So wurden die Unternehmen Higgsfield und Deepgram in weniger als zwei Jahren aufgrund ihrer Erfolge in den Bereichen generative Video- und Sprachtechnologien zu "Einhörnern". Auch in Europa werden bedeutende KI-Runden registriert (so hat die deutsche Plattform Parloa etwa 350 Millionen Dollar bei einer Bewertung von ungefähr 3 Milliarden Dollar gesammelt), was den globalen Charakter des KI-Booms bestätigt. Das Investoreninteresse im KI-Sektor bleibt vorerst ungebrochen, obwohl Experten vor den Risiken einer Überhitzung des Marktes und überzogener Erwartungen warnen. Bemerkenswert ist, dass Venture-Kapitalgeber nun aktiv nicht nur in anwendbare KI-Produkte investieren, sondern auch in die Infrastruktur für diese – von leistungsstarken Chips und Rechenzentren bis hin zu Sicherheits- und Kontrollsystemen. Dieser massive Kapitalzufluss beschleunigt den Fortschritt in der Branche, zwingt aber die Marktteilnehmer dazu, die Lebensfähigkeit ihrer Geschäftsmodelle genau im Auge zu behalten, um sicherzustellen, dass die aktuelle Euphorie nicht abrupt in eine scharfe Abkühlung umschlägt.

Klimatechnologien und Energie: Megatransaktionen im Aufwind

Vor dem Hintergrund des globalen Übergangs zu nachhaltiger Energie strömt großes Kapital auch in den Bereich der Klimatechnologien. Im Jahr 2025 überstieg das gesamte Volumen der Mittel, die von spezialisierten Klimaventure-Fonds angezogen wurden, 100 Milliarden Dollar (den Großteil dieses Kapitals banden Fonds in Europa), was auf ein beispielloses Interesse der Investoren an "grünen" Innovationen hinweist. Große private Finanzierungsrunden von hunderten Millionen Dollar in diesem Bereich sind bereits keine Seltenheit mehr. So hat das amerikanische Startup TerraPower, das kompakte Kernreaktoren entwickelt, etwa 650 Millionen Dollar erhalten, während das Unternehmen Helion Energy 425 Millionen Dollar zur Schaffung des ersten kommerziellen Fusionsreaktors angezogen hat. Darüber hinaus hat das Austin-Projekt Base Power, das Netzwerke von Haushaltsbatterien und "virtuellen Kraftwerken" entwickelt, etwa 1 Milliarde Dollar (Runde C) bei einer Bewertung von circa 3 Milliarden Dollar gesammelt und damit eine der größten Transaktionen in der Geschichte der Klimatechnologien durchgeführt.

Venture-Fonds setzen zunehmend auf Lösungen, die die Dekarbonisierung der Wirtschaft beschleunigen und die wachsende globale Nachfrage nach Energie befriedigen können. Große Investitionen fließen in Energiespeicherung, neue Arten von Batterien und Kraftstoffen, die Entwicklung der Elektromobilität, Technologien zur Kohlenstoffabscheidung sowie in "klimafreundliche Fintech"-Plattformen zum Handel mit Kohlenstoffgutschriften und zur Versicherung von Klimarisiken. Während Klimatechnologie und Energieprojekte früher als für VC zu riskant galten (aufgrund langer Amortisationszeiten), sind derzeit sowohl private als auch institutionelle Investoren bereit, langfristig zu investieren, in der Hoffnung auf signifikante Renditen aus Innovationen in diesem Sektor. Nachhaltige Technologien sind zu einer der Prioritäten des Venture-Marktes geworden und nähern sich allmählich der "grünen" Umstellung der Weltwirtschaft.

Konsolidierung und M&A: Größe der Akteure

Im Fintech-Sektor hat eine neue Welle der Konsolidierung eingesetzt, was auf das Reifen des Fintech-Marktes hinweist. Die größten Banken und Investoren streben an, fortschrittliche Fintech-Lösungen zu integrieren – in diesem Zusammenhang wurden im Januar 2026 mehrere bedeutende Transaktionen angekündigt:

  • Capital One hat zugestimmt, den Fintech-Startup Brex (Plattform zur Verwaltung von Unternehmensausgaben) für etwa 5,15 Milliarden Dollar zu erwerben. Diese Übernahme ist die größte Akquisition im Format "Bank–Fintech" in der Geschichte und unterstreicht den Wunsch traditioneller Finanzgiganten, Innovationen zu integrieren.
  • Der europäische Fonds Hg Capital erwirbt die amerikanische Finanzplattform OneStream für etwa 6,4 Milliarden Dollar und erwirbt Anteile von früheren Investoren (einschließlich KKR).
  • Der Betreiber der Börsenmärkte Deutsche Börse gab die Übernahme der Investmentplattform Allfunds für 5,3 Milliarden Euro bekannt, um die Positionen im WealthTech-Sektor zu stärken.
  • Die amerikanische Bank US Bancorp erwirbt die Brokerage-Firma BTIG für etwa 1 Milliarde Dollar und erweitert damit ihre Präsenz im Markt für Anlagevermögen.
  • Neben Akquisitionen von Unternehmen selbst gehen auch Fintech-"Einhörner" auf Einkaufstour. So verstärkt der australische Zahlungsdienstleister Airwallex, der Einhorn-Status hat, sein Geschäft in Asien, indem er das koreanische Fintech-Unternehmen Paynuri erwirbt (der Betrag der Transaktion ist nicht bekannt gegeben).

Darüber hinaus geht die Konsolidierung über den Fintech-Sektor hinaus: Technologie-Giganten sind ebenfalls bereit, zig Milliarden auszugeben, um im Wettbewerb nicht zurückzustehen. So treibt die Firma Google eine rekordverdächtige Übernahme des israelischen Cloud-Startups für Cybersicherheit Wiz für etwa 32 Milliarden Dollar voran – eine der größten Akquisitionen eines Startups in der Geschichte. Eine solche Aktivierung von Fusionen und Übernahmen zeigt, dass erfolgreiche Startups, während die Industrie reift, entweder unter das Dach größerer Akteure wechseln oder selbst durch strategische Akquisitionen Einfluss gewinnen. Für Venture-Investoren bedeutet dieser Trend neue Möglichkeiten für profitable Exits, und für den Markt insgesamt führt dies zu einer Konsolidierung der Schlüsselakteure und zur Schaffung von Multi-Produkt-Plattformen auf Basis der übernommenen Projekte.

Der IPO-Markt belebt sich: Startups gehen wieder an die Börse

Nach einer langen Pause belebt sich der globale Markt für Börsengänge von Technologie-Unternehmen wieder sicher. Das Jahr 2025 übertraf die Erwartungen der Analysten in Bezug auf die Anzahl der bemerkenswerten IPOs: Allein in den USA gingen mindestens 23 Unternehmen mit einer Bewertung von über 1 Milliarde Dollar an die Börse (zum Vergleich: im Vorjahr gab es nur 9 solche Debüts), und die Gesamtmarktkapitalisierung dieser Platzierungen überstieg 125 Milliarden Dollar. Investoren sind wieder bereit, profitabel wachsende Unternehmen auf dem öffentlichen Markt zu begrüßen, insbesondere wenn das Startup eine klare Geschichte in Bezug auf KI oder andere "heiße" Technologien hat. Ende 2025 fanden erfolgreiche Debüts des Fintech-Giganten Stripe und der Neobank Chime statt (die Aktien von Chime stiegen am ersten Handelstag um etwa 40 %), was das Vertrauen zurückbrachte und faktisch ein neues "Fenster der Möglichkeiten" für IPOs eröffnete.

Im Jahr 2026 wird erwartet, dass dieser Trend anhält: Eine Reihe großer Startups deutet bereits deutlich auf ihre Vorbereitungen für einen Aktienplatzierungsprozess hin. Zu den am meisten erwarteten Kandidaten für den IPO zählen:

  • die größten Fintech-"Einhörner": Zahlungsplattformen Plaid und Revolut;
  • führende Unternehmen im Bereich KI: Entwickler von KI-Modellen OpenAI, Plattform für die Verarbeitung großer Datenmengen Databricks sowie das Startup für Unternehmens-KI Cohere;
  • andere Technologie-Giganten, wie das Raumfahrtunternehmen SpaceX (wenn die Marktbedingungen günstig sind).

Erfolgreiche öffentliche Ausgänge dieser Unternehmen könnten dem Markt zusätzlichen Schwung verleihen, obwohl Experten daran erinnern, dass die Volatilität das aktuelle "IPO-Fenster" plötzlich schließen kann. Dennoch stärkt die Aktivierung von Startups an der Börse den Glauben daran, dass Investoren bereit sind, Unternehmen mit starken Wachstums- und Rentabilitätskennzahlen zu belohnen, während Venture-Fonds die lang erwarteten Möglichkeiten für große Exits erhalten.

Verteidigungs-, Raumfahrt- und Cyber-Startups im Fokus

Geopolitische Spannungen und neue Risiken verändern die Prioritäten der Venture-Investoren. In den USA gewinnt der Trend American Dynamism – Investitionen in Technologien, die mit der nationalen Sicherheit zusammenhängen – an Bedeutung. Es ist bezeichnend, dass ein Teil der Mittel der genannten neuen Megafonds (z. B. der Fonds von a16z) gerade für Verteidigungs- und Deep-Tech-Projekte bestimmt ist. Startups, die Lösungen für das Militär, den Weltraum und die Cybersicherheit entwickeln, ziehen immer häufiger neunstellig hohe Beträge an. So erhielt das kalifornische Unternehmen Onebrief, das Software für militärische Planung entwickelt, kürzlich etwa 200 Millionen Dollar Investitionen bei einer Bewertung von über 2 Milliarden Dollar und nahm sogar die Übernahme eines kleineren, spezialisierten Startups vor, um die Möglichkeiten seiner Plattform zu erweitern. Gleichzeitig gewinnen auch spezialisierte Akteure an Bedeutung: So erreichte das belgische Startup Aikido Security, das eine Plattform für die Cybersicherheit von Code und Cloud-Diensten anbietet, in weniger als zwei Jahren eine Einhorn-Bewertung (~1 Milliarde Dollar) .

Solche Erfolge spiegeln die steigende Nachfrage des Marktes nach Technologien wider, die Verteidigung und Cybersicherheit gewährleisten. Investitionen fließen in alles – von der Sicherung von Lieferketten (beispielsweise erhielt das britische Projekt Cyb3r Operations ~5 Millionen Dollar zur Überwachung von Cyberrisiken) bis zu modernsten Mitteln der Satellitenaufklärung. Dabei wird die Unterstützung für Verteidigungs- und Raumfahrt-Startups nicht nur von privaten Fonds, sondern auch von staatlichen Programmen in den USA, Europa, Israel und anderen Ländern verstärkt, die versuchen, sich technologische Vorteile zu verschaffen. Damit haben sich Technologien mit doppeltem Verwendungszweck, die mit Sicherheit in Verbindung stehen, fest im Fokus des Venture-Marktes etabliert, zusammen mit traditionellen kommerziellen Projekten.

Wiederbelebung der Investitionen in Biotech und digitale Gesundheit

Nach mehreren schwierigen Jahren der "Biotech-Winter" zeigt sich in der Life-Sciences-Branche eine Entspannung. Die großen Abschlüsse Ende 2025 haben das Vertrauen der Investoren in die Biotechnologie zurückgebracht: Der Pharmariese Pfizer hat zugestimmt, das Unternehmen Metsera (Entwickler von Arzneimitteln gegen Adipositas) für rund 10 Milliarden Dollar zu kaufen, während AbbVie die Übernahme des Entwicklers von Onkologika ImmunoGen für etwa 10,1 Milliarden Dollar bekannt gegeben hat. Diese Übernahmen bestätigten, dass die Nachfrage nach vielversprechenden Arzneimitteln hoch bleibt. Vor diesem Hintergrund sind die Venture-Investoren bereit, wieder große Summen in Biotechnologie-Startups zu investieren. Zu Beginn des Jahres 2026 gab es erste Anzeichen einer Belebung in der Finanzierung: Das amerikanische Startup Parabilis Medicines, das innovative onkologische Medikamente entwickelt, hat etwa 305 Millionen Dollar angezogen – eine der größten Runden der Branche in letzter Zeit.

Marktbeobachter stellen fest, dass der Biotech/MedTech-Sektor im Jahr 2026 allmählich aus der Krise herauskommen könnte. Investoren diversifizieren ihre Anlagen und achten nicht nur auf traditionelle Bereiche (Onkologie, Immunologie), sondern auch auf neue Nischen – Gentechnik, Medikamente für seltene Erkrankungen, Neurotechnologien, medizinische KI-Lösungen. Es wird eine Zunahme von Fusionen und Übernahmen in der Biopharmazie erwartet, da große Pharmaunternehmen auf der Suche nach neuen Produkten vor dem Ablauf von Patenten einen "Hunger" verspüren. Obwohl der IPO-Markt für Biotech noch nicht vollständig wiederhergestellt ist, bieten umfangreiche späte Runden und strategische Transaktionen den Startups in diesem Bereich das notwendige Kapital, um ihre Entwicklungen voranzutreiben. So treten Biotechnologie und Gesundheitswesen wieder in den Fokus als attraktive Bereiche für Venture-Investitionen, die den Investoren erhebliches Wachstumspotenzial versprechen – vorausgesetzt die wissenschaftliche Substanz der Projekte ist gegeben.

Blick nach vorn: vorsichtiger Optimismus und nachhaltiges Wachstum

Trotz des rasanten Anstiegs der Venture-Aktivität zu Jahresbeginn bewahren die Investoren einen Hauch von Vorsicht, während sie sich an die Lehren aus der jüngsten Marktabkühlung erinnern. Tatsächlich fließt Kapital wieder in den Technologiesektor, jedoch haben sich die Anforderungen an Startups erheblich verschärft: Fonds erwarten von den Teams klare Geschäftsmodelle, wirtschaftliche Effizienz und nachvollziehbare Wege zur Rentabilität. Unternehmensbewertungen steigen erneut (insbesondere im KI-Segment), doch die Investoren konzentrieren sich zunehmend auf die Diversifizierung von Risiken und die langfristige Stabilität des Portfolios. Die zurückgekehrte Liquidität – von milliardenschweren Venture-Fonds bis hin zu neuen IPOs – schafft Möglichkeiten für massives Wachstum, verstärkt jedoch gleichzeitig den Wettbewerb um herausragende Projekte.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird die Venture-Capital-Industrie im Jahr 2026 in eine Phase ausgewogenerer Entwicklung übergehen. Die Finanzierung bahnbrechender Bereiche (KI, Klimatechnologien, Biotech, Verteidigung usw.) wird fortgesetzt, doch wird dabei ein stärkerer Fokus auf die Qualität des Wachstums, die Transparenz des Managements und die Einhaltung der regulatorischen Anforderungen der Startups gelegt. Ein solch ausgewogener Ansatz sollte dazu beitragen, den Markt vor einer Überhitzung zu bewahren und eine Grundlage für nachhaltige Entwicklungen in der Innovation in der langfristigen Perspektive zu schaffen.

open oil logo
0
0
Kommentar hinzufugen:
Nachricht
Dateien hierher verschieben
No entries have been found.