Wesentliche wirtschaftliche Ereignisse und Unternehmensberichte 23. Februar - 1. März 2026: EU-Sanktionen, US-Zoll 15%, CPI Eurozone, PPI USA, OPEC+

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Wesentliche wirtschaftliche Ereignisse und Unternehmensberichte: 23. Februar - 1. März 2026
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Wesentliche wirtschaftliche Ereignisse und Unternehmensberichte 23. Februar - 1. März 2026: EU-Sanktionen, US-Zoll 15%, CPI Eurozone, PPI USA, OPEC+

Überblick über wichtige wirtschaftliche Ereignisse und Unternehmensberichte vom 23. Februar bis 1. März 2026. EU-Sanktionen, neue globale Steuer von 15 % der USA, CPI und PPI, Berichtssaison von Nvidia, Banken und IT-Unternehmen, OPEC+-Sitzung. Analysen für Investoren.

Die Woche vom 23. Februar bis 1. März 2026 bringt mehrere Treiber für die globalen Märkte mit sich: Handelsbeschränkungen und tarifpolitische Agenda der USA, Sanktionsentscheidungen der Europäischen Union gegen Russland, ein Datenblock zur Inflation und Geschäftstätigkeit sowie eine intensive Unternehmensberichterstattung. Für Investoren besteht die zentrale Frage der Woche darin, wie schnell sich Handelsmaßnahmen und Sanktionen auf die Inflation, Lieferketten, Unternehmensmargen und Erwartungen bezüglich der Zentralbankzinsen auswirken.

Besondere Aufmerksamkeit gebührt dem Technologiesektor und dem Markt für Künstliche Intelligenz (Berichte von Nvidia und Cloud-Unternehmen), dem Konsumgüterbereich (Home Depot, Lowe’s), dem Finanzsektor (große Banken Nordamerikas) und dem russischen Markt, wo der Handel in gewohntem Rhythmus verläuft. Geographisch ist die Woche für die USA, Europa und Russland von Bedeutung, während der Wochenstart in Asien aufgrund von Feiertagen in den größten Volkswirtschaften der Region verläuft.

Montag, 23. Februar: Feiertage in Asien, EU-Sanktionen und Beginn der Berichtswoche

  • China: kein Handel (Neujahr).
  • Japan: kein Handel (Geburtstag des Kaisers).
  • Europa und Russland: Entscheidung über das 20. Sanktionspaket der EU gegen Russland (sektorale Risiken für Rohstoffe, Logistik, Versicherung, Abrechnung und Compliance).
  • Russland: Handel läuft (Moskauer Börse und SPB Börse) — erhöhte Sensibilität gegenüber Sanktionsmeldungen und Währungsdynamik.
  • USA: Chicago Fed National Activity Index (Januar) — 16:30 Uhr MSK.
  • USA: Aufträge in der Industrie (Dezember) — 18:00 Uhr MSK.
  • EZB: Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde — 20:30 Uhr MSK.

Unternehmensberichte (Fokus des Tages)

  • USA (große/bemerkenswerte Emittenten): Domino’s Pizza, Keysight Technologies, Diamondback Energy, ONEOK, BWX Technologies, Hims & Hers, Freshpet, Axsome Therapeutics, Ovintiv.
  • Marktkommentar: Die Kombination von Berichten im Verbrauchersektor, in der Industrie/Verteidigung und in der Energie führt zu einer Risikoeinschätzung zu Beginn der Woche und bildet die Erwartungen vor dem Höhepunkt der Technologieberichte.

Worauf Investoren achten sollten: Die Marktreaktion auf ein mögliches Sanktionspaket der EU und auf Signale von Lagarde ist entscheidender als individuelle Makroveröffentlichungen. Im Aktienbereich gilt es, zu prüfen, ob die Rotation zwischen „qualitativem Wachstum“ und zyklischen Sektoren inmitten von Handelsrisiken und Zinserwartungen zunimmt.

Dienstag, 24. Februar: 15 % globale Steuer der USA, LPR Chinas und Berichte von Einzelhandel/Plattformen

  • USA: Eine neue 15 % globale Steuer auf alle Länder tritt in Kraft — Risiko einer wiederholten Inflationsexplosion bei Waren, Druck auf Importeure und Branchen mit hohem Anteil an ausländischen Komponenten.
  • USA: Rede von Donald Trump vor beiden Kammern des Kongresses (jährliche Botschaft zur Lage des Landes und den Plänen der Regierung) — mögliche Präzisierungen zur Handels- und Fiskalpolitik.
  • China: LPR (Loan Prime Rate) — 04:15 Uhr MSK.
  • USA: ADP Beschäftigungsbericht (wöchentliche Veröffentlichung) — 16:15 Uhr MSK.
  • USA: S&P/Case-Shiller (Dezember) — 17:00 Uhr MSK.
  • Bank von England: Rede von BoE-Gouverneur Andrew Bailey — 17:15 Uhr MSK.
  • USA: Verbrauchervertrauen (Februar) — 18:00 Uhr MSK.
  • USA: Richmond Fed Manufacturing Index (Februar) — 18:00 Uhr MSK.
  • EZB: Rede von Lagarde — 20:45 Uhr MSK.
  • Öl (USA): API Bestandsdaten — 00:30 Uhr MSK.

Unternehmensberichte (alle wichtigen öffentlichen Unternehmen des Tages)

  • USA: Home Depot (wichtiger Indikator für den Verbrauchermarkt und den Renovierungszyklus), AMC Entertainment, MercadoLibre (Lateinamerika, E-Commerce/Fintech), Axon Enterprise, Workday, DigitalOcean.
  • Kanada: Vorabfokus auf den Finanzsektor vor dem Block der Bankenberichte in der zweiten Wochenhälfte.
  • Marktkommentar: Die Kombination von Home Depot und IT-Plattformen (Workday) hilft Investoren, die Stabilität der Haushaltsausgaben und die Unternehmensbudgets für Software unter dem inflationsbedingten Druck zu bewerten.

Worauf Investoren achten sollten: Die Handelspolitik der USA und der Ton der Ansprache an den Kongress könnten einen Impuls für den Dollar, die Renditen und die Rohstoffpreise erzeugen. In den Berichten gilt es, die Rentabilität und die Prognosen jener Unternehmen zu vergleichen, die am stärksten von Importschwankungen und Logistik betroffen sind.

Mittwoch, 25. Februar: Australiens Zinssatz, CPI der Eurozone und „Hochphase“ der technologischen Berichte

  • Australien: RBA-Zinsentscheidung — 03:30 Uhr MSK.
  • Deutschland: BIP (Q4 2024) — 10:00 Uhr MSK.
  • Eurozone: CPI (Januar) — 13:00 Uhr MSK.
  • Öl (USA): EIA Bestandsdaten — 18:30 Uhr MSK.
  • Russland: CPI (wöchentliche Schätzung) — 19:00 Uhr MSK.

Unternehmensberichte (größte Emittenten des Tages)

  • USA: Nvidia (wichtiger Benchmark für die Nachfrage nach AI-Infrastruktur), Salesforce, Lowe’s, TJX Companies, Snowflake, Synopsys, Agilent Technologies.
  • Marktkommentar: Die Ergebnisse von Nvidia und der angeschlossenen Unternehmen in der Lieferkette „Halbleiter → Software/Cloud → Unternehmensbudgets“ können die Dynamik des Technologiesektors und die Risikobereitschaft im globalen Portfolio bestimmen.

Worauf Investoren achten sollten: Die Kombination aus dem CPI der Eurozone und den technologischen Berichten der USA könnte synchron die Zinserwartungen und Wachstumsmultiplikatoren beeinflussen. In den Berichten liegt der Fokus auf den Umsatzprognosen, den Investitionsausgaben der Kunden (Capex), den Lieferzeiten und den Preisstrategien.

Donnerstag, 26. Februar: Verhandlungen in Genf, Arbeitslosenanträge der USA und umfangreiche Berichte von Banken/IT

  • Genf: mögliche Verhandlungen USA-Iran (Risiko für Öl) und Verhandlungsthemen zur Ukraine (geopolitische Prämie in Rohstoff- und Währungs-märkten).
  • EZB: Rede von Lagarde — 11:30 Uhr MSK.
  • Eurozone: Verbrauchervertrauen (Februar) — 13:00 Uhr MSK.
  • Eurozone: Verbraucherische Inflationserwartungen (Februar) — 13:00 Uhr MSK.
  • USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe — 16:30 Uhr MSK.
  • Gas (USA): EIA Bestandsdaten — 18:30 Uhr MSK.
  • USA: KC Fed Manufacturing Index (Februar) — 19:00 Uhr MSK.

Unternehmensberichte (alle wichtigen öffentlichen Unternehmen des Tages)

  • USA: Dell Technologies, Intuit, Baidu, Warner Bros. Discovery, Zscaler, Duolingo, CoreWeave.
  • Kanada: Royal Bank of Canada, Toronto-Dominion, Canadian Imperial Bank of Commerce.
  • Russland: Sberbank (für MOEX-Investoren — wichtiger Orientierungspunkt für Bankmargen, Kreditqualität und Dividenden-erwartungen).
  • Marktkommentar: Die Kombination aus Banken (Kreditzyklus), Cyber-Sicherheit (Zscaler), IT-finanzieller Infrastruktur (Intuit) und „Hardware“ (Dell) gibt einen breiten Überblick über den Zustand der Unternehmensnachfrage und die Einkommensqualität.

Worauf Investoren achten sollten: Auf dem Öl- und Gasmarkt — Risiko-Reaktion auf Genf und wöchentliche Bestände. In den Berichten ist bei Banken die Dynamik der Rücklagen und der Nettozinsmarge kritisch, bei IT das Kundenbindungsmanagement, das Wachstum von ARR/Abonnements und die Akquisitionskosten.

Freitag, 27. Februar: BIP der Schweiz, BIP Indiens und Kanadas, PPI der USA und finale Makrosignale der Woche

  • Schweiz: BIP (Q4 2025) — 11:00 Uhr MSK.
  • Russland: jährlicher Bericht der Regierung im Staatsduma (fiskalische Prioritäten, staatliche Programme, Einfluss auf Branchen und den OFZ-Markt).
  • Indien: BIP (Q4 2025) — 13:30 Uhr MSK.
  • Kanada: BIP (Q4 2025) — 16:30 Uhr MSK.
  • USA: PPI (Januar) — 16:30 Uhr MSK.
  • USA: Chicago PMI (Februar) — 17:45 Uhr MSK.

Unternehmensberichte (Fokus des Tages)

  • USA/global: die Berichterstattung über eine breite Palette an Emittenten (insbesondere in den Bereichen Energie, kleine/mittlere Kapitalisierung und zyklische Unternehmen) geht weiter, aber die Hauptagenda der Woche ist bereits in den Berichten von Dienstag bis Donnerstag eröffnet worden.

Worauf Investoren achten sollten: Der PPI der USA ist einer der Schlüsselindikatoren für „Eingangspreise“ für Unternehmen und potenziellen Druck auf die Verbraucherpreise. Die Kombination von PPI und den BIP-Daten aus Kanada/Indien ist wichtig für die Bewertung der globalen Nachfrage und des Szenarios einer „sanften Landung“.

Samstag, 28. Februar: Ruhetag und Richtlinien zur Berichtserstattung

  • Berichtssaison: Einzelne Unternehmen könnten Ergebnisse außerhalb der regulären Handelszeiten veröffentlichen. Investoren sollten Unternehmensmeldungen aus ihrem Portfolio überprüfen und mögliche Anpassungen von Analystenprognosen nach dem Wochenschluss berücksichtigen.
  • USA: Berkshire Hathaway (veröffentlicht oft Ergebnisse am Wochenende) — Indikator für die Qualität der Gewinne im Versicherungs- und Anlageportfolio.

Sonntag, 1. März: OPEC+-Sitzung und Portfoliobereinigung für den März

  • OPEC+: Sitzung — potenzieller Treiber für Öl, inflationäre Erwartungen und Währungen rohstofflicher Volkswirtschaften.

Die Entscheidungen der OPEC+ sind nicht nur für die Ölpreise wichtig, sondern auch für die Inflationstrends und die Zinserwartungen in importierenden und exportierenden Ländern. Für Portfolios kann dies die Verteilung zwischen Energie, Transport, Verbrauchersektoren und Anleihen beeinflussen.

Fazit: Wichtige Erkenntnisse und praktische Orientierung für Investoren

  1. Hauptmakrorisiko der Woche: Verstärkung der Handelsbarrieren der USA (15 % Steuer) und die Sanktionsagenda der EU: Beide Faktoren könnten sich schnell in inflationsdruck auswirken und Erwartungen bezüglich der Zinssätze überarbeiten.
  2. Technologischer Fokus: Bericht von Nvidia und Gruppe von Cloud-/Software-Unternehmen: Der Markt wird nicht nur die aktuellen Zahlen, sondern auch die Qualität der Prognosen, die Nachfrage nach AI-Infrastruktur und die Stabilität der Unternehmensbudgets bewerten.
  3. Konsument und Wohnungsmarkt: Home Depot und Lowe’s zusammen mit dem Immobilienindex und dem Verbrauchervertrauen liefern ein praxisnahes Bild der Nachfrage in den USA.
  4. Finanzsektor: Der Block der Berichte großer Banken Nordamerikas und der Sberbank ist wichtig für die Bewertung des Kreditzyklus, der Rücklagen und der Nettozinsmarge im Kontext sich ändernder Inflationsverhältnisse.
  5. Rohstoffe: Die Bestände an Öl/Gas in den USA und die OPEC+-Sitzung bilden einen kurzfristigen Rahmen für Ölpreise, was wiederum Auswirkungen auf die Inflation und die Aktien des Energiesektors hat.

Im Verlauf der Woche vom 23. Februar bis 1. März 2026 sollten Investoren den Fokus auf die Verbindung „Politik → Inflation → Zinsen → Multiplikatoren“ richten und in den Berichten auf Prognosen, Margen und Kommentare des Managements zu Tarifen, Lieferketten und Investitionsausgaben achten. Diese Faktoren werden bestimmen, ob der Markt weiterhin risikobehaftete Anlagen unterstützt oder in einen defensiven Allokationsmodus wechselt.

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