Wirtschaftliche Ereignisse und Unternehmensberichte - Freitag, 20. Februar 2026: PMI weltweit, LPR-Satz von China, BIP der USA und PCE-Inflation

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Wirtschaftliche Ereignisse und Unternehmensberichte - 20. Februar 2026
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Wirtschaftliche Ereignisse und Unternehmensberichte - Freitag, 20. Februar 2026: PMI weltweit, LPR-Satz von China, BIP der USA und PCE-Inflation

Wichtige Wirtschaftsnachrichten und Unternehmensberichte für Freitag, den 20. Februar 2026: PMI weltweit, LPR-Satz Chinas, BIP und PCE-Inflation der USA, Daten zum Wohnungsmarkt und Verbraucherumfragen. Anlegerüberblick über den S&P 500, Euro Stoxx 50, Nikkei 225 und MOEX.

Kurzüberblick: worauf die globalen Märkte achten

Freitag, den 20. Februar 2026, ist ein Tag, an dem mehrere Risiko-„Anker“ die Agenda für Investoren bestimmen: Vorläufige PMI (Purchasing Managers' Index)-Indizes in den Schlüsselökonomien, Chinas Entscheidung zum LPR-Satz, ein Block starker Statistiken aus den USA (BIP und PCE-Inflation) sowie ein potenziell bedeutendes Gerichtsurteil in den USA zur Rechtmäßigkeit von Zöllen, das den globalen Handel betrifft. Vor dem Hintergrund der saisonalen Berichtssaison ergänzen Unternehmensberichte das Bild von der Nachfrage, Rentabilität und Qualität des Cashflows in verschiedenen Sektoren.

Hauptrubriken des Tages: Makro und Politik

  • PMI (vorläufig) weltweit: Synchroner Ausschnitt der Stimmung in der Industrie und im Dienstleistungssektor, wichtig zur Bewertung des Wachstums und von Inflationsrisiken.
  • China: LPR-Satz: Signal über die Kreditkosten, Unterstützung der Wirtschaft und den Kurs des Kreditimpulses in Asien.
  • USA: BIP (Q4 2025, vorläufig) und PCE-Inflation: Zentrale Eingabewerte für die Zinsprognosen der Fed und Neubewertung der Renditen.
  • US-Gericht und Zölle: Mögliche Weggabelung für die Handelspolitik und Lieferketten (Risk-on/Risk-off für Aktien und Rohstoffe).
  • Russland: Russische Geschäftswoche (16.–20. Februar): Fokus auf Geschäftserwartungen, Investitionspläne und branchenspezifische Signale für den MOEX-Markt.

Asien und der Pazifikraum: PMI und Stimmung für Nikkei 225

  • Australien — Manufacturing/Services/Composite PMI (Februar, vorläufig) — 01:00 MEZ
  • Japan — Manufacturing/Services/Composite PMI (Februar, vorläufig) — 03:30 MEZ
  • Indien — Manufacturing/Services/Composite PMI (Februar, vorläufig) — 08:00 MEZ

Für die asiatischen Märkte und den Nikkei 225 wird das Gleichgewicht zwischen „neuen Aufträgen“ und der Preis-Komponente entscheidend sein. Starke PMI im Dienstleistungssektor unterstützen in der Regel zyklische Geschichten und den Bankensektor, während ein Anstieg der Preisindikatoren die Zinserwartungen anheben und die Währungen der Region stärken kann.

China: LPR-Satz und gesenkte Liquidität aufgrund der Feiertage

  • China — LPR-Satz (Loan Prime Rate) — 04:15 MEZ
  • China — arbeitsfreier Zeitraum (Chinesisches Neujahr): reduzierte Handelsaktivität und Liquidität

Der LPR-Satz ist ein wichtiger Referenzpunkt für Hypotheken- und Unternehmenskredite. Dies beeinflusst die Erwartungen an die Rohstoffnachfrage, industrielle Metalle und das Tempo der Wiederherstellung des binnenwirtschaftlichen Verbrauchs auf den globalen Märkten. Angesichts des Feiertagseffekts könnte die Marktreaktion weniger „rein“ ausfallen: Bei dünner Liquidität erhöht sich die Volatilität einzelner Vermögenswerte.

Europa und Großbritannien: PMI als Indikator für Wachstum und Marge

  • Deutschland — Manufacturing/Services/Composite PMI (Februar, vorläufig) — 11:30 MEZ
  • Eurozone — Manufacturing/Services/Composite PMI (Februar, vorläufig) — 12:00 MEZ
  • Vereinigtes Königreich — Manufacturing/Services/Composite PMI (Februar, vorläufig) — 12:30 MEZ

Für europäische Aktien und den Euro Stoxx 50 ist die zentrale Frage, ob die Verbesserungen im Dienstleistungssektor und die Stabilisierung in der Industrie anhält. PMI spiegelt häufig die Erwartungen an Unternehmensgewinne über Nachfrageprognosen, Kosten und Preise wider. Für Aktienanleger ist es wichtig, die Divergenz zwischen der Komponente „Lieferung/Zeit“ und „Eingangspreisen“ zu beobachten: Dies ist ein Hinweis auf die Marge in den kommenden Quartalen.

USA: BIP, PCE und Datenblock für S&P 500

  • USA — BIP (Q4 2025, vorläufig) — 16:30 MEZ
  • USA — PCE-Preisinflation (November) — 16:30 MEZ
  • USA — S&P Manufacturing/Services/Composite PMI (Februar, vorläufig) — 17:45 MEZ
  • USA — Verkäufe neuer Häuser (Dezember) — 18:00 MEZ
  • USA — Michigan Verbraucherumfrage (Februar) — 18:00 MEZ
  • USA — Verbraucherinflationserwartungen (Februar) — 18:00 MEZ

Für den S&P 500 wird die zentrale Verbindung des Tages „Wachstum vs. Inflation“ sein: Wenn das vorläufige BIP stabil ausfällt, während die PCE-Inflation zurückgeht, unterstützt dies normalerweise die Risikoneigung und die Ausweitung der Multiplikatoren. Sollten jedoch die PCE-Inflation und die Verbraucherinflationserwartungen hoch bleiben, könnte der Markt die Zinskurve der Fed neu bewerten, was die langfristigen Wachstumsaktien belastet und die Rolle des Finanzsektors sowie von Unternehmen mit starkem Cashflow verstärkt.

Handelspolitik: Urteil des US-Gerichts zu Zöllen und Auswirkungen auf globale Lieferketten

Ein separater Treiber des Tages ist das mögliche Urteil eines US-Gerichts zur Rechtmäßigkeit von Zöllen im Zusammenhang mit der Handelspolitik der Trump-Administration. Für die globalen Märkte ist dies wichtig aus drei Perspektiven:

  1. Risikoprämie: Handelsbeschränkungen erhöhen die Unsicherheit und können die Risikospreads erweitern.
  2. Inflationsimpuls: Zölle wirken sich oft auf die Preise importierter Waren und Kostenkomponenten aus.
  3. Neuordnung der Lieferketten: Unternehmen, die ihre Produktion bereits lokalisiert haben, profitieren, während Unternehmen mit einem hohen Anteil an grenzüberschreitenden Lieferungen Verluste erleiden.

Russland und GUS-Region: Geschäftsoffensive und Fokus für MOEX

In Russland geht die Russische Geschäftswoche (16.–20. Februar) zu Ende. Für Anleger am MOEX sind die Signale über Investitionsprogramme, die Verfügbarkeit von Finanzierungen, Importsubstitution und die Erwartungen an die binnenwirtschaftliche Nachfrage von Interesse. In der Praxis hilft dies, das Risikoprofil der Sektoren (Öl und Gas, Metallurgie, Finanzen, Konsumgüter) sowie die Stabilität der Dividendenbasis zu bewerten.

Unternehmensberichte: Größte börsennotierte Unternehmen, die am 20. Februar berichten

Vormarkt und bis zur Eröffnung (global)

  • USA (Richtwert für S&P 500):
    • PPL (Versorgungssektor)
    • Portland General Electric (Versorgungssektor)
    • Lamar Advertising (Außenwerbung, zyklische Nachfrage)
    • Cogent Communications (Telekom/Dateninfrastruktur)
    • Hudbay Minerals (Metalle und Bergbau)
    • Oil States International (Ölservice)
    • Balchem (Zutaten/Spezialchemikalien)
  • Europa (relevant für Euro Stoxx 50 und breitere Märkte):
    • Air Liquide (Industriegase)
    • Danone (Konsumgüter)
    • Anglo American (diversifizierter Bergbau)
    • Sika (Baumaterialien/Chemie)
  • Australien und Asien (Einfluss auf regionale Märkte und Nikkei 225 durch Risikoneigung):
    • Wesfarmers (Einzelhandel und diversifizierte Holdings)
    • Zip Co (Fintech/BNPL, Qualität des Kreditportfolios)
    • Regis Resources (Gold)
    • Karoon Energy (Energie)
  • Russland (MOEX):
    • Gazprom Neft (MOEX: SIBN) — Datum der Veröffentlichung des Berichts/Ergebnisse

Nach Handelsschluss und Konferenzanrufe: was in den Details wichtig wird

  • USA:
    • The Chemours Company (Spezialchemikalien: Preise und Volumina, Marge)
    • The Western Union Company (Zahlungen: Transaktionsaktivität, Gebühren)
    • Alliant Energy (Versorgungsunternehmen: Tarife und Kapitalausgaben)
    • Fidelity National Financial (Titelversicherung/Finanzdienstleistungen: Zyklizität des Immobilienmarktes)
    • Extra Space Storage, American Homes 4 Rent (REIT: Mietpreise, Auslastung, Kosten des Kapitals)
    • Transocean (Bohrung: Flottenauslastung, Tarife, Schuldenlast)
  • Europa:
    • Anglo American — Fokus auf operative Kennzahlen, capex, Dividenden und Rohstoffprognosen

Für Aktienanleger ist es an diesem Tag besonders hilfreich, Unternehmensberichte mit dem makroökonomischen Umfeld zu vergleichen: Versorgungsunternehmen und REIT sind empfindlich gegenüber Renditen, der Rohstoffsektor ist abhängig von der Nachfrage aus China und den Erwartungen an das globale Wachstum und Zahlungsgesellschaften sind von der Verbrauchertätigkeit und Wechselkursen betroffen.

Wie Makro und Berichterstattung verbinden: praktischer Checkliste für Investoren

  1. Szenario „Wachstum stabil, Inflation sinkt“: Unterstützung globaler Indizes (S&P 500, Euro Stoxx 50, Nikkei 225), Interesse an zyklischen Sektoren und qualitativem Wachstum.
  2. Szenario „hartnäckige Inflation“: Anstieg der Renditen, Druck auf lange Laufzeiten, Vorteil für Unternehmen mit stabilem Cashflow und Preisgestaltungsmacht.
  3. PMI unter den Erwartungen: Vorsicht in der Industrie und bei Rohstoffen, erhöhte Aufmerksamkeit für Unternehmensguidance und Kommentare zur Nachfrage.
  4. Risiko von Handelszöllen: Überwachung der Exposition gegenüber Lieferketten, Auswahl von Unternehmen mit Lokalisierung und flexibler Preisgestaltung.
  5. Für den MOEX-Markt: Verfolgen branchenspezifischer Signale und Unternehmensnachrichten im Kontext der Geschäftswoche, Bewertung des Dividendenpotenzials und der Stabilität der Finanzströme.

Worauf Anleger am Freitag, den 20. Februar 2026, achten sollten

Im Mittelpunkt des Tages stehen Statistiken, die die Zinslandschaft und Risikoneigung prägen: das BIP der USA und die PCE-Inflation im Kontext mit PMI und Verbraucherwartungen. Parallel dazu werden Berichte mehrerer börsennotierter Unternehmen in den USA, Europa, Australien und Russland „Mikro-Beweise“ zu Nachfrage, Rentabilität und Kapitalkosten liefern. Für das Portfolio eines Investors ist es klug, den Fokus auf die Reaktion der Renditen, die Neubewertung der Zinserwartungen und die Qualität der Unternehmensprognosen zu legen: genau diese Faktoren bestimmen häufig die Richtung der globalen Märkte in den kommenden Wochen.

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