
Aktuelle Nachrichten über Startups und Risikokapitalinvestitionen am Sonntag, den 8. Februar 2026: Größte Investitionsrunden, Aktivität globaler Risikokapitalfonds, Wachstum im AI-Bereich und wichtige Trends des weltweiten Risikokapitalmarktes.
Zu Beginn des Februar 2026 zeigt der globale Risikokapitalmarkt weiterhin eine robuste Erholung von den Rückgängen der letzten Jahre. Vorläufigen Schätzungen zufolge war 2025 eines der erfolgreichsten Jahre hinsichtlich des Investitionsvolumens in Startups (nur 2021–2022 waren rekordverdächtig), was auf die Rückkehr großer privater Kapitalgeber in den Technologiesektor hinweist. Investoren weltweit finanzieren wieder aktiv vielversprechende Unternehmen: Es werden Rekorddeals abgeschlossen, und die Pläne der Startups, an die Börse zu gehen, rücken erneut in den Fokus. Die größten Risikokapitalfonds kehren mit neuen Megarunden und Investmentstrategien auf die Bühne zurück, während Regierungen und Unternehmen ihre Unterstützung für Innovationen erhöhen, um im globalen Technologiewettlauf nicht zurückzufallen. Infolgedessen zeigt der Risikokapitalmarkt zu Beginn des Jahres 2026 eine positive Dynamik, die vorsichtigen Optimismus weckt – obwohl Investoren weiterhin selektiv bei der Bewertung von Projekten und der Stabilität von Geschäftsmodellen sind.
Geografisch gesehen ist der Aufschwung globaler Natur, obwohl er ungleich verteilt ist. Die USA bleiben der Hauptmotor, da ein großer Teil der großen Runden auf amerikanische Startups entfällt, insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz. In Europa setzt sich das Wachstum der Risikoinvestitionen fort: Im Jahr 2025 hat Deutschland erstmals seit einem Jahrzehnt Großbritannien beim insgesamt eingesammelten Kapital überholt, was die Positionen der europäischen Technologiezentren festigte. In Asien ist die Dynamik gemischt: Das indische Ökosystem hat ein neues Reifegrad erreicht (im Januar wurden die ersten „Einhörner“ des Jahres 2026 präsentiert, und es fanden lautstarke IPOs statt), während in China die Aktivität aufgrund regulatorischer Druck und Neuausrichtung der Ressourcen auf interne Prioritäten gedämpft bleibt. Im Nahen Osten hingegen beschleunigt sich die Entwicklung: Fonds aus den VAE, Saudi-Arabien und Katar investieren Milliarden in Technologieunternehmen sowohl in ihrer Region als auch weltweit, mit Schwerpunkten auf FinTech, Cloud-Services und AI. Auch die Startup-Ökosysteme Russlands und der Nachbarländer versuchen, nicht ins Hintertreffen zu geraten, indem sie lokale Fonds und Unterstützungsprogramme gründen, obwohl das Volumen der Risikoinvestitionen dort bisher deutlich bescheidener ist. So umfasst der neue Risikopotenzial nahezu alle Kontinente und formt ein ausgewogeneres globales Innovationsökosystem.
Im Folgenden sind die wichtigsten Ereignisse und Trends aufgeführt, die die Agenda für Startups und Risikoinvestitionen am 8. Februar 2026 bestimmen:
- Rückkehr der Megafonds und großen Investoren. Führende Risikokapitalfirmen ziehen in neue Fonds ohne Präzedenzfall Kapital an und steigern drastisch die Investitionen, wodurch der Markt erneut mit Finanzierung gesättigt wird und die Risikobereitschaft angeheizt wird.
- Unprecedented AI-Megarunden und eine neue Welle von „Einhörnern“. Historisch große Investitionen im Bereich der künstlichen Intelligenz katapultieren die Bewertungen von Startups auf ungeahnte Höhen, was zur Entstehung von Dutzenden neuen „Einhörnern“ mit Milliardenbewertungen führt.
- Klimatechnologien und Energie ziehen Megadeals an. Der Bereich der nachhaltigen Energie und Klimatechnologien tritt dank Millionen- und sogar Milliardenrunden in den Vordergrund.
- Konsolidierung im FinTech und Welle von M&A. Reife FinTech-Spieler werden Ziel von Milliardenübernahmen und Fusionen, während einige Einhörner selbst durch strategische Übernahmen expandieren.
- Belebung des IPO-Marktes. Erstmals Platzierungen von Technologiefirmen stehen wieder im Fokus: Erfolgreiche IPOs inspirieren neue Kandidaten, sich auf die Börse vorzubereiten, und bestätigen die Öffnung des lang erwarteten „Fensters“ für Exits.
- Fokus auf Verteidigungs-, Raumfahrt- und Cyber-Startups. Risikokapitalfonds weisen Kapital in strategische Sektoren um – von Verteidigung und Raumfahrt bis hin zu Cybersicherheit – als Reaktion auf neue geopolitische Herausforderungen.
- Auferstehung der Investitionen in Biotech und digitale Gesundheit. Nach einem langen Niedergang zieht der Sektor der Biotechnologie und Medizintechnologien wieder großes Kapital an, gestützt auf Erfolge von Deals und wissenschaftlichen Durchbrüchen in den letzten Monaten.
Rückkehr der Megafonds: Große Kapitale fließen wieder in den Markt
Die größten Investitionsakteure kehren triumphierend auf den Risikokapitalmarkt zurück und signalisieren ein neues Wachstum der Risikobereitschaft. Weltweite Fonds kündigen ohne Präzedenzfall Kapitalrunden an. Der amerikanische Gigant Andreessen Horowitz (a16z) hat über 15 Milliarden Dollar in neue Fonds akquiriert und das gesamte verwaltete Vermögen auf rekordverdächtige 90 Milliarden Dollar erhöht. Japan bleibt nicht zurück: SoftBank hat den dritten Vision Fund mit einem Volumen von etwa 40 Milliarden Dollar gestartet und verstärkt gleichzeitig seine Präsenz im AI-Sektor. Ende 2025 investierte SoftBank 22,5 Milliarden Dollar in OpenAI, was zu einer der größten Einmal-Investitionen in der Geschichte der Startup-Industrie wurde. Auch andere Akteure füllen aktiv ihre „Sparschweine“: Beispielsweise schloss Lightspeed Venture Partners neue Fonds mit über 9 Milliarden Dollar (ein Rekord in der 25-jährigen Geschichte der Firma) ab, und Tiger Global, nachdem es sich von jüngsten Verlusten erholt hat, kehrte mit einem Fonds von 2,2 Milliarden Dollar zurück und erklärte erneut seine Ambitionen.
Der Zustrom von solch „großem Kapital“ füllt den Markt mit Liquidität und verstärkt den Wettbewerb um die vielversprechendsten Deals. Sovereign Wealth Funds aus den Golfstaaten und öffentliche Institutionen weltweit investieren ebenfalls Milliarden Dollar in technologische Projekte und schaffen neue Megaplattformen zur Finanzierung von Innovationen. Schätzungen zufolge beläuft sich der Gesamtbetrag an freiem Kapital („trockener Pulvers“) bei Investoren bereits auf Hunderte von Milliarden Dollar und ist bereit zu investieren, sobald das Vertrauen in den Markt wächst. Die Rückkehr solch großer Beträge bestätigt den Glauben der Investoren an das zukünftige Wachstum des Technologiesektors und den Wunsch, den nächsten großen technologischen Durchbruch nicht zu verpassen.
Boom bei AI-Startups: Megarunden und neue „Einhörner“
Der Sektor der künstlichen Intelligenz bleibt der Hauptmotor des aktuellen Risikokapitals, mit beispiellosen Finanzierungsmengen. Investoren streben danach, sich an der Spitze der AI-Revolution zu positionieren und sind bereit, enorme Summen in die Gewinner des Wettbewerbs zu investieren. Bereits in den ersten Wochen des Jahres 2026 wurden Deals in nie dagewesenem Umfang bekannt gegeben: So hat das Projekt Waymo (das autonome Tochterunternehmen von Alphabet) etwa 16 Milliarden Dollar an neuer Finanzierung bei einer Bewertung von circa 126 Milliarden Dollar angelockt und ist damit eines der wertvollsten Startups in der Geschichte geworden. Der Elon Musk-startup xAI erhielt rund 20 Milliarden Dollar an Investitionen mit strategischer Beteiligung von Nvidia – ein phänomenales Volumen für ein privates Unternehmen. Branchenführer OpenAI soll Berichten zufolge Gespräche über die Einwerbung von bis zu 100 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von etwa 800 Milliarden Dollar führen – ein derartig umfangreicher Privatdeal wurde in der Welt noch nicht gesehen (an den Verhandlungen sind SoftBank sowie Nvidia, Microsoft, Amazon und regionale Fonds beteiligt). Auch der Konkurrent von OpenAI: Das Startup Anthropic strebt Berichten zufolge an, bis zu 15 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von etwa 350 Milliarden Dollar zu akquirieren.
Inmitten des Booms vervielfältigen sich schnell die neuen „Einhörner“: Nur in den letzten Monaten haben Dutzende von Unternehmen weltweit die Bewertung von 1 Milliarde Dollar überschritten. In den USA erreichen überaus schnelle Unternehmen im Bereich generativem Video und Sprach-AI (zum Beispiel Higgsfield, Deepgram usw.) den Einhornstatus. In Europa bestätigen große Runden in AI (zum Beispiel rund 350 Millionen Dollar für das deutsche Unternehmen Parloa bei einer Bewertung von rund 3 Milliarden Dollar) den globalen Charakter des AI-Booms. Der Appetit der Investoren auf den AI-Bereich bleibt bislang ungebrochen, obwohl Experten vor Überhitzung und überzogenen Erwartungen warnen. Bemerkenswert ist, dass Risikokapitalgeber nun nicht nur in anwendungsorientierte AI-Produkte investieren, sondern auch in die Infrastruktur dafür – von leistungsstarken Chips und Rechenzentren bis hin zu Sicherheits- und Kontrollsystemen. Dieser massive Kapitalzufluss beschleunigt den Fortschritt in der Branche, zwingt den Markt jedoch dazu, die Stabilität der Geschäftsmodelle genau im Auge zu behalten, um zu verhindern, dass die gegenwärtige Euphorie durch plötzliche Abkühlung ersetzt wird.
Klimatechnologien und Energie: Megadeals auf dem Vormarsch
Vor dem Hintergrund des globalen Übergangs zu nachhaltiger Energie strömt großes Kapital auch in Klimatechnologieprojekte. Im Jahr 2025 überstieg der Gesamtbetrag speziell gegründeter Klimaventurefonds 100 Milliarden Dollar (der größte Teil des Kapitals wurde in Europa eingeworben), was das beispiellose Interesse der Investoren an „grünen“ Innovationen widerspiegelt. Große private Runden im Bereich Klimatechnologien überraschen niemanden mehr. Beispielsweise erhielt das amerikanische Unternehmen TerraPower, das kompakte Kernreaktoren entwickelt, etwa 650 Millionen Dollar zur Weiterentwicklung seiner Technologien, und das Startup Helion Energy akquirierte 425 Millionen Dollar zur Schaffung des ersten kommerziellen Fusionsreaktors. Bereits im Januar erhielt das Klimaprojekt Base Power (Austin, Texas), das ein Netzwerk von Haushaltsakkus und „virtuellen Kraftwerken“ entwickelt, rund 1 Milliarde Dollar (Runde C) bei einer Bewertung von etwa 3 Milliarden Dollar und wurde somit zu einem der größten Deals in der Geschichte der Klimatechnologien.
Risikokapitalfonds setzen zunehmend auf Lösungen, die in der Lage sind, die Dekarbonisierung der Wirtschaft zu beschleunigen und die wachsende Nachfrage nach Energie zu decken. Große Investitionen fließen in Energiespeicher, neue Arten von Batterien und Treibstoffen, die Entwicklung elektrischer Fahrzeuge, Technologien zur CO2-Abscheidung sowie in „Climate FinTech“ – Plattformen für den Handel mit Kohlenstoffzertifikaten und zur Versicherung von Klimarisiken. Während Klimaprojekte früher als risikobehaftet für VC angesehen wurden aufgrund der langen Amortisationszeiträume, sind private und institutionelle Investoren heutzutage bereit, langfristig zu spielen, in der Erwartung beträchtlicher Renditen aus Innovationen in diesem Bereich. Nachhaltige Technologien etablieren sich als eine der Prioritäten des Risikokapitalmarktes und nähern sich schrittweise dem „grünen“ Übergang der Wirtschaft.
Konsolidierung im FinTech: Exits in Milliardenhöhe und Welle von M&A
Im Finanz- und Technologiemarkt geschieht eine neue Welle der Konsolidierung, die auf die Reifung des FinTech-Marktes hinweist. Die größten Banken und Investoren streben danach, fortschrittliche FinTech-Lösungen zu integrieren; im Januar 2026 wurden mehrere bemerkenswerte Deals angekündigt:
- Capital One hat sich bereit erklärt, das Startup Brex (Plattform zur Verwaltung von Unternehmensausgaben) für rund 5,15 Milliarden Dollar zu erwerben. Dieser Kauf wurde zur größten Übernahme in der Geschichte von „Bank-Fintech“ und unterstreicht die Absicht traditioneller Finanzgiganten, Innovationen zu implementieren.
- Der europäische Fonds Hg Capital kauft die amerikanische Finanzplattform OneStream für etwa 6,4 Milliarden Dollar und erwirbt Anteile von früheren Investoren (einschließlich KKR).
- Der Betreiber der Börsen Deutsche Börse kündigte den Erwerb der Investmentplattform Allfunds für 5,3 Milliarden Euro an, um die Positionen im Bereich WealthTech zu stärken.
- US Bancorp erwirbt die Brokerage-Firma BTIG für etwa 1 Milliarde Dollar und erweitert damit seine Präsenz im Markt für Investmentdienstleistungen.
- Neben den Übernahmen durch Unternehmen gehen auch die FinTech-Einhörner auf Einkaufstour. So erweitert der australische Zahlungsdienstleister Airwallex, der den Einhornstatus hat, sein Geschäft in Asien durch den Erwerb des koreanischen FinTech-Unternehmens Paynuri.
Die Aktivierung von Fusionen und Übernahmen zeigt, dass mit dem Erwachsenwerden der Branche erfolgreiche FinTech-Unternehmen entweder unter die Fittiche größerer Spieler kommen oder selbst Einfluss durch strategische Übernahmen ausbauen. Für Risikoinvestoren bedeutet dieser Trend neue Möglichkeiten für lukrative Exits, während sich für den Markt im Allgemeinen die Schlüsselakteure vergrößern und es zu einer Entstehung von Multi-Produkt-Plattformen auf der Grundlage übernommener Startups kommt.
Der IPO-Markt belebt sich: Startups gehen wieder an die Börse
Nach einer langen Pause zeigt der globale Markt für primäre Platzierungen von Technologiefirmen ein sicheres Erwachen. 2025 übertraf die Zahl der bemerkenswerten IPOs die Erwartungen der Analysten: Allein in den USA gingen mindestens 23 Unternehmen mit einer Bewertung von über 1 Milliarde Dollar an die Börse (zum Vergleich: im Jahr zuvor gab es nur 9 solcher Debüts), wobei die Gesamtmarktkapitalisierung dieser Platzierungen über 125 Milliarden Dollar betrug. Investoren sind wieder bereit, profitabel wachsende Unternehmen auf den öffentlichen Märkten zu begrüßen, insbesondere wenn das Startup eine ausgeprägte Geschichte im Zusammenhang mit AI oder anderen „heißen“ Technologien hat. Ende 2025 fanden die erfolgreichen Debüts des FinTech-Giganten Stripe und des Neobanks Chime statt (die Aktien von Chime stiegen am ersten Handelstag um etwa 40 %), was das Vertrauen in die Öffnung des „IPO-Fensters“ wiederherstellte.
Im Jahr 2026 wird eine Fortsetzung dieses Trends erwartet: Eine Reihe großer Startups deutet transparent darauf hin, dass sie sich auf einen Börsengang vorbereiten. Zu den am meisten erwarteten Kandidaten für IPO gehören:
- Größte FinTech-Einhörner: die Zahlungsplattformen Plaid und Revolut.
- Führer im Bereich AI: der Entwickler von AI-Modellen OpenAI, die Big-Data-Plattform Databricks, sowie der AI-Startup für Unternehmen Cohere.
- Andere Technologiegiganten: zum Beispiel das Raumfahrtunternehmen SpaceX (sofern die Marktbedingungen günstig sind).
Erfolgreiche öffentliche Auftritte dieser Unternehmen könnten dem Markt zusätzlichen Schwung verleihen, obwohl Experten daran erinnern, dass die Volatilität das gegenwärtige „IPO-Fenster“ plötzlich schließen könnte. Dennoch stärkt die Wiederbelebung der Aktivität von Startups an der Börse den Glauben, dass Investoren bereit sind, Unternehmen mit starken Wachstums- und Rentabilitätskennzahlen zu belohnen, während Risikokapitalfonds endlich Gelegenheiten für große Exits bekommen.
Verteidigungs-, Raumfahrt- und Cyber-Startups im Fokus
Geopolitische Spannungen und neue Risiken verändern die Prioritäten der Risikoinvestoren. In den USA gewinnt der Trend American Dynamism – Investitionen in Technologien, die mit nationaler Sicherheit verbunden sind – zunehmend an Bedeutung. Es ist auffällig, dass ein Teil der Mittel dieser neuen Megafonds (zum Beispiel des a16z-Fonds) gerade in Verteidigungs- und deeptech-Projekte fließt. Startups, die Lösungen für Militär, Raumfahrt und Cybersicherheit entwickeln, ziehen zunehmend neunstellige Summen an. So erhielt das kalifornische Unternehmen Onebrief, das Software für militärische Planung erstellt, kürzlich rund 200 Millionen Dollar an Investitionen bei einer Bewertung von über 2 Milliarden Dollar und hat sogar eine kleine Übernahme eines spezialisierten Startups vorgenommen, um die Möglichkeiten seiner Plattform zu erweitern. Gleichzeitig wachsen und gedeihen auch spezialisierte Akteure: Das belgische Startup Aikido Security, das eine Plattform für die Cybersicherheit von Code und Cloud-Systemen anbietet, hat in weniger als zwei Jahren Entwicklung „Einhornstatus“ erreicht (Bewertung von etwa 1 Milliarde Dollar).
Solche Erfolge spiegeln die wachsende Marktverfügbarkeit für Technologien wider, die Verteidigung und Cybersicherheit verbessern. Investitionen fließen in alles – vom Schutz der Lieferketten (zum Beispiel beschaffte das britische Projekt Cyb3r Operations rund 5 Millionen Dollar für das Monitoring von Cyberrisiken) bis hin zu neuen Mitteln der Satellitenaufklärung. Dabei wird die Unterstützung der Verteidigungs- und Raumfahrt-Startups nicht nur von privaten Fonds vorangetrieben, sondern auch von staatlichen Programmen in den USA, Europa, Israel und anderen Ländern, die ein technologisches Übergewicht erlangen wollen. Somit sind dual-use Technologien, die mit Sicherheit in Verbindung stehen, fest im Fokus des Risikokapitalmarktes alongside kommerziellen Projekten verankert.
Erneuerung der Investitionen in Biotech und digitale Gesundheit
Nach mehreren schweren Jahren „Biotechnologischer Winter“ zeichnet sich eine Aufwärmung im Bereich der life sciences ab. Die großen Deals Ende 2025 haben das Vertrauen der Investoren in Biotech wiederhergestellt: Der Pharmariese Pfizer hat sich bereit erklärt, das Unternehmen Metsera (Entwickler von Wirkstoffen gegen Fettleibigkeit) für 10 Milliarden Dollar zu kaufen, und AbbVie erwarb ImmunoGen für etwa 10,1 Milliarden Dollar. Diese Übernahmen bestätigten, dass die Nachfrage nach vielversprechenden Wirkstoffen hoch bleibt. Vor diesem Hintergrund sind Risikoinvestoren wieder bereit, Biotech-Startups mit großen Summen zu finanzieren. Anfang 2026 zeigten die ersten Anzeichen einer Belebung der Finanzierung: Das amerikanische Startup Parabilis Medicines, das innovative Krebsmedikamente entwickelt, erhielt rund 305 Millionen Dollar – eine der größten Runden für die Branche in letzter Zeit. Auch die Investitionen in Medizintechnologien und digitale Gesundheit wachsen, insbesondere im Zusammenspiel mit der künstlichen Intelligenz.
Branchenvertreter betonen, dass Biotech- und medtech-Segmente im Jahr 2026 allmählich aus der Krise heraustreten werden. Investoren diversifizieren ihre Investitionen und legen nicht nur Wert auf traditionelle Bereiche (Onkologie, Immunologie), sondern auch auf neue Nischen – genetische Technologien, Medikamentationen zur Behandlung seltener Krankheiten, Neurotechnologien, medizinische AI-Lösungen. Es wird eine Zunahme von Fusionen und Übernahmen in der Biopharmabranche erwartet, da große Pharmaunternehmen „Hunger“ nach neuen Produkten entwickeln, da Patente auslaufen. Obwohl der IPO-Markt für Biotech noch nicht vollständig wiederhergestellt ist, bieten umfangreiche späte Runden und strategische Deals den Startups in diesem Bereich das notwendige Kapital zur Weiterentwicklung ihrer Projekte. Somit treten Biotechnologien und Gesundheitswesen erneut in den Fokus der Risikoinvestitionen und versprechen den Investoren erhebliches Wachstumspotenzial – vorausgesetzt, die Projekte sind wissenschaftlich fundiert.
Blick nach vorne: vorsichtiger Optimismus und nachhaltiges Wachstum
Trotz des raschen Anstiegs der Aktivität im Risikokapital zu Beginn des Jahres behalten die Investoren eine vorsichtige Haltung und denken an die Lektionen der jüngsten Marktkorrektur. Kapital fließt tatsächlich wieder in den Technologiesektor, aber die Anforderungen an Startups sind strenger geworden: Fonds erwarten von den Teams klare Geschäftsmodelle, wirtschaftliche Effizienz und nachvollziehbare Wege zur Rentabilität. Die Bewertungen der Unternehmen steigen zwar erneut (insbesondere im AI-Segment), doch immer häufiger konzentrieren sich Investoren auf die Diversifizierung der Risiken und die langfristige Stabilität ihres Portfolios. Die zurückgekehrte Liquidität – von milliardenschweren Risikokapitalfonds bis hin zu neuen IPOs – schafft Möglichkeiten für massives Wachstum, verstärkt jedoch gleichzeitig den Wettbewerb um herausragende Projekte.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Risikokapitalindustrie im Jahr 2026 in eine Phase ausgewogenerer Entwicklung übergeht. Die Finanzierung „disruptiver“ Bereiche (AI, Klimatechnologien, Biotech, Verteidigung usw.) wird fortgesetzt, aber der Schwerpunkt wird stärker auf die Qualität des Wachstums, die Transparenz der Führung und die Einhaltung regulatorischer Anforderungen der Startups gelegt. Ein solcher überlegter Ansatz könnte dem Markt helfen, eine Überhitzung zu vermeiden und eine Grundlage für nachhaltige Innovationen auf lange Sicht zu legen.