
Globale Nachrichten über Start-ups und Risikokapitalinvestitionen vom 29. Januar 2026: Größte Finanzierungsrunden, Aktivität von Venture-Capital-Fonds, Wachstum von KI-Start-ups und wichtige Trends auf dem globalen Risikokapitalmarkt.
Der globale Risikokapitalmarkt steuert auf das Ende Januar 2026 zu und zeigt ein selbstbewusstes Wachstum. Nach einem langen Rückgang in den Jahren 2022–2024 und einer vorsichtigen Erholung im Jahr 2025 investieren Anleger weltweit erneut aktiv in vielversprechende Technologie-Start-ups. Rekordfinanzierungsdeals werden abgeschlossen, und die Pläne für Börsengänge rücken wieder in den Fokus. Die größten Akteure der Branche kehren mit umfangreichen Investitionen zurück, Regierungen und Unternehmen verstärken die Unterstützung für Innovationen – erheblicher privater Kapitalfluss wird erneut in das Start-up-Ökosystem geleitet. Diese Trends deuten auf die Ausbildung eines neuen Investitionsbooms in frühen Phasen hin, obwohl die Marktteilnehmer weiterhin selektiv und bedacht an die Deals herangehen.
Die Risikokapitalaktivität wächst in allen Regionen. Die USA festigen ihre Führungsposition (insbesondere durch Investitionen im Bereich der Künstlichen Intelligenz), im Mittleren Osten hat sich das Volumen der Investitionen in Start-ups durch den Zufluss von Kapital aus Staatsfonds vervielfacht, und in Europa gab es einen Wechsel: Deutschland hat erstmals das Vereinigte Königreich in Bezug auf die Anzahl der Risikodeals überholt. Indien, Südostasien und die Golfstaaten brechen Rekorde bei der Kapitalbeschaffung, während die Aktivität in China etwas zurückgegangen ist. Die Start-up-Ökosysteme Russlands und der Nachbarländer bemühen sich, den globalen Trends zu folgen, trotz externer Einschränkungen.
Im Folgenden sind die wichtigsten Ereignisse und Trends aufgelistet, die die Agenda des Risikokapitalmarktes am 29. Januar 2026 bestimmen:
- Rückkehr von Megafonds und großen Investoren. Führende Wagniskapitalfirmen sammeln Rekordsummen für neue Fonds und sättigen den Markt mit Liquidität, was den Appetit auf Risiko steigert.
- Rekordrunden im Bereich KI und neue Welle von „Einhörnern“. Außergewöhnlich große Deals heben die Bewertungen von Start-ups in neue Höhen, insbesondere im KI-Segment, was zur Entstehung zahlreicher neuer „Einhörner“ führt.
- Belebung des IPO-Marktes. Erfolgreiche Debüts von Technologieunternehmen an der Börse und neue Anträge auf Listungen bestätigen, dass das lang erwartete „Fenster“ für Börsengänge erneut geöffnet wurde.
- Welle der Konsolidierung durch M&A-Deals. Große Fusionen, Übernahmen und Partnerschaften transformieren das Branchenland, während sie Investoren schnellere Exit-Möglichkeiten bieten.
- Diversifizierung des Sektor-Fokus. Risikokapital fließt nicht nur in KI, sondern auch in Fintech, klimatische Projekte, Biotechnologie, Verteidigungsentwicklungen, Krypto-Start-ups und andere vielversprechende Bereiche.
- Lokaler Fokus: Russland und GUS-Länder. Trotz der Einschränkungen werden in der Region neue Fonds und Programme zur Unterstützung lokaler Start-up-Ökosysteme ins Leben gerufen, die die Aufmerksamkeit von Investoren auf sich ziehen.
Rückkehr der Megafonds: Großes Geld ist zurück auf dem Markt
Die größten Investitionsakteure kehren triumphal auf die Risikokapitalarena zurück – der Appetit auf Risiko hat in der Branche deutlich zugenommen. In den letzten Wochen haben mehrere Top-Fonds die Schließung neuer Megafonds angekündigt. Beispielsweise hat der amerikanische Fonds Lightspeed Venture Partners rund 9 Milliarden Dollar eingesammelt (der beispiellose Fundraising in 2025), und eine Reihe anderer führender Firmen haben ebenfalls milliardenschwere Fonds gebildet. Nach einer Phase der Stille blitzt auch Tiger Global wieder auf und strebt etwa 2,2 Milliarden Dollar für einen neuen Fonds an – was erheblich weniger ist als frühere Volumina und einen vorsichtigeren Ansatz widerspiegelt. Auch souveräne Investoren sind aktiver geworden: Die Staaten des Golfraums pumpen Milliarden in Technologieprojekte und starten eigene Programme zur Unterstützung von Start-ups.
Der japanische Konglomerat SoftBank, das sich von früheren Rückschlägen erholt hat, wagt wieder große Einsätze. Ende 2025 investierte SoftBank etwa 40 Milliarden Dollar in das Unternehmen OpenAI. Die Rückkehr solcher mächtigen Geldgeber bedeutet das Auftauchen von Hunderten von Milliarden Dollar „trockener Pulver“ – nicht investiertes Kapital, das bereit ist, eingesetzt zu werden. Diese Ressourcen fließen bereits auf den Markt, verstärken den Wettbewerb um die besten Projekte und unterstützen hohe Bewertungen vielversprechender Unternehmen. Die Rückkehr von Megafonds und großen institutionellen Akteuren verschärft nicht nur den Wettbewerb um die lukrativsten Deals, sondern vermittelt auch Vertrauen in die Branche bezüglich zukünftiger Kapitalflüsse.
Rekordinvestitionen in KI und ein Anstieg neuer „Einhörner“
Der Bereich der Künstlichen Intelligenz bleibt der Haupttreiber des derzeitigen Risikokapitalaufschwungs und zeigt beispiellose Finanzierungsvolumina. Investoren sind bestrebt, sich an der Spitze der KI-Revolution zu positionieren und lenken kolossale Mittel in die vielversprechendsten Projekte. Im Jahr 2025 haben mehrere Unternehmen milliardenschwere Finanzierungsrunden erhalten: OpenAI erhielt etwa 40 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von etwa 300 Milliarden Dollar, und ihr Konkurrent Anthropic etwa 13 Milliarden Dollar. Das Kapital fließt nicht nur in etablierte Marktführer, sondern auch in neue Teams.
Zum Beispiel hat das amerikanische Start-up Baseten, das eine Infrastruktur für KI entwickelt, rund 300 Millionen Dollar bei einer Bewertung von etwa 5 Milliarden Dollar eingesammelt. Solche Investitionen erweitern rasch den Kreis der „Einhörner“. Allein in den letzten Monaten haben Dutzende von Start-ups – von generativer KI über spezialisierte Chips bis hin zu Cloud-KI-Diensten – die Bewertungsgrenze von 1 Milliarde Dollar überschritten. Und obwohl Experten auf die Risiken einer Überhitzung hinweisen, lässt der Appetit von Risikokapital zu KI-Start-ups bisher nicht nach.
IPO-Welle: Fenster für Ausgänge ist wieder offen
Der globale Markt für Börsengänge erwacht nach einer zweijährigen Pause zu neuem Leben und bietet damit Start-ups erneut die Möglichkeit, an die Börse zu gehen. In Asien wurde eine neue Welle von Listungen in Hongkong gestartet: In den letzten Monaten sind dort mehrere große Technologieunternehmen an die Börse gegangen und haben insgesamt Milliarden Dollar an Investitionen angezogen. So platzierte der chinesische Elektronikhersteller Xiaomi ein zusätzliches Aktienpaket im Wert von etwa 4 Milliarden Dollar und zeigte, dass Investoren in der Region wieder bereit sind, große Platzierungen aktiv zu unterstützen.
In den USA und Europa verbessert sich die Situation ebenfalls: Nach den erfolgreichen Debüts der Jahre 2024–2025 bereiten sich zunehmend mehr „Einhörner“ darauf vor, öffentlich zu werden. Der amerikanische Fintech-Riese Stripe, der lange sein IPO verschoben hat, plant nun die Platzierung für 2026, angetrieben von günstigen Marktbedingungen. Auch die Designplattform Figma zog es vor, an die Börse zu gehen, anstatt an einen strategischen Investor verkauft zu werden, und sammelte über 1 Milliarde Dollar – ihre Marktkapitalisierung stieg daraufhin deutlich. Sogar die Kryptoindustrie versucht, vom Wiederaufleben zu profitieren: Das Fintech-Unternehmen Circle hat erfolgreich ein IPO durchgeführt. Auffällig ist, dass auch solche Giganten wie OpenAI und SpaceX die Möglichkeit eines Börsengangs in Betracht ziehen – ihre IPOs könnten in Zukunft eines der größten in der Geschichte sein. Die Wiederbelebung der IPO-Aktivität ist von entscheidender Bedeutung für das Risikokapital-Ökosystem: Erfolgreiche öffentliche Ausgänge bringen Kapital an die Investoren zurück und ermöglichen es, es in neue Projekte zu leiten.
Konsolidierung und M&A: Größte Deals transformieren die Branche
Hohe Bewertungen von Start-ups und der scharfe Wettbewerb um die Marktführer führen zu einer verstärkten Konsolidierung im Technologiesektor. Große Unternehmen und hoch bewertete „Einhörner“ in späten Phasen übernehmen immer häufiger vielversprechende Teams oder fusionieren, um das Wachstum zu beschleunigen. Das Jahr 2025 war eines der rekordverdächtigen in Bezug auf das Volumen solcher Deals: Der Gesamtwert von Risikokapital-M&A weltweit näherte sich dem historischen Höchststand und übersteigt in den USA das Niveau des Booms von 2021. Höhepunkt dieser Welle war die Übernahme des Cybersicherheits-Start-ups Wiz durch Google für etwa 32 Milliarden Dollar – dies ist der größte Kauf eines Start-ups in der Geschichte der Branche.
Neben diesem rekordverdächtigen Abkommen gab es in verschiedenen Segmenten eine Reihe von milliardenschweren Übernahmen. Hier sind nur einige Beispiele der größten Deals der letzten Monate:
- die Bank Capital One erwarb die Fintech-Plattform Brex für etwa 5,15 Milliarden Dollar;
- die Kryptowährungsbörse Coinbase übernahm ihren Konkurrenten – die Derivathandelsbörse Deribit;
- das Unternehmen IonQ kaufte das britische Quanten-Start-up Oxford Ionics.
Die Aktivierung des M&A-Marktes gibt Risikokapitalfonds neue Möglichkeiten, ihre Investitionen profitabel zu verlassen, und Start-ups die Ressourcen zur Skalierung unter dem Schutz großer Partner. Die Konsolidierung der Akteure durch Fusionen beschleunigt die Reifung bestimmter Nischen und öffnet gleichzeitig neue Nischen für die nächste Welle von Teams.
Diversifikation der Investitionen: Nicht nur KI
Der Anstieg in den Jahren 2025–2026 ist durch Kapitalzuflüsse in die unterschiedlichsten Branchen gekennzeichnet. Nach dem Rückgang der Vorjahre belebt sich die Finanzierung im Bereich der Finanztechnologien erneut: Große Runden finden nicht nur in den USA, sondern auch in Europa und auf den Schwellenmärkten statt, wodurch das Wachstum neuer Fintech-Dienste gefördert wird. Gleichzeitig, unter dem Druck des globalen Kurses auf nachhaltige Entwicklung, wächst das Interesse an klimatischen und ökologischen Projekten – Start-ups im Bereich erneuerbare Energien, Energiespeicherung und Reduzierung von Kohlenstoffemissionen ziehen Rekordinvestitionen an. Auch das Interesse an Biotechnologie kehrt zurück: Jüngste Durchbrüche in der Medizin inspirieren Fonds dazu, wieder große Projekte im Gesundheitswesen zu finanzieren. Darüber hinaus hat die teilweise Wiederherstellung des Vertrauens in den Kryptowährungsmarkt einigen Blockchain-Start-ups erneut ermöglicht, Investitionen zu erhalten.
Auch das Augenmerk richtet sich zunehmend auf Verteidungstechnologien, Raumfahrtentwicklungen und Robotik. Vor dem Hintergrund geopolitischer Herausforderungen unterstützen Investoren bereitwillig Projekte im Bereich nationale Sicherheit, Raumfahrt-Start-ups und Innovationen für die Industrie 4.0. Im Folgenden sind die wichtigsten Bereiche aufgeführt, in die sich Risikokapitalinvestitionen derzeit neben KI konzentrieren:
- Finanztechnologien (Fintech): digitale Banken, Zahlungsplattformen, Online-Dienste;
- Klimatische und „grüne“ Projekte: erneuerbare Energien, Reduzierung von Kohlenstoffemissionen, umweltfreundliche Infrastruktur;
- Biotechnologie und Medizin: Entwicklung neuer Medikamente, biomedizinische Geräte, digitale Gesundheitsversorgung;
- Verteidigungs- und Raumfahrttechnologien: Defense-Tech-Start-ups, Drohnen, Satelliten, robotisierte Systeme.
Somit wird die Risikokapitallandschaft ausgewogener. Kapital wird auf verschiedene Sektoren verteilt, wodurch das Risiko einer Überhitzung eines einzelnen Bereichs verringert wird. Die Fonds bilden diversifizierte Portfolios und bemühen sich, die Fehler der Vergangenheit zu vermeiden, als übermäßige Finanzierung eines einzigen angesagten Segments zur Entstehung von „Blasen“ auf dem Markt führte.
Russland und GUS: Lokale Initiativen im Kontext globaler Trends
Trotz externer Einschränkungen zeigt sich in Russland und den Nachbarländern eine Wiederbelebung der Start-up-Aktivitäten. Insbesondere wurden mehrere neue Risikokapitalfonds mit einem Gesamtvolumen von etwa 10–12 Milliarden Rubel angekündigt, die darauf abzielen, technologische Projekte in frühen Phasen zu unterstützen. Lokale Start-ups beginnen, signifikantes Kapital zu akquirieren: Beispielsweise erhielt das Krasnodar Foodtech-Projekt Qummy etwa 440 Millionen Rubel bei einer Bewertung von etwa 2,4 Milliarden Rubel. Darüber hinaus dürfen ausländische Investoren im Land erneut in lokale Projekte investieren, was allmählich das Interesse ausländischen Kapitals zurückbringt.
Obwohl die Volumina der Risikokapitalinvestitionen in der Region im Vergleich zu globalen Zahlen bisher bescheiden sind, wachsen sie allmählich. Einige große Unternehmen denken über einen Börsengang ihrer Technologieabteilungen nach, wenn sich die Marktbedingungen verbessern – so hat das Unternehmen VK Tech öffentlich die Möglichkeit eines IPO in der nahen Zukunft angedeutet. Neue staatliche Unterstützungmaßnahmen und Unternehmensinitiativen sollen der lokalen Start-up-Ökosystem einen zusätzlichen Impuls geben und sie in die globalen Trends einbinden.
Perspektiven: Vorsichtiger Optimismus
Die Risikokapitalgemeinschaft tritt ins Jahr 2026 mit einer Stimmung des vorsichtigen Optimismus ein. Erfolgreiche IPOs, Megarunden und Exits im vergangenen Jahr haben gezeigt, dass die Phase des Rückgangs vorbei ist, jedoch wurden die Lehren der jüngsten Vergangenheit berücksichtigt. Investoren bewerten nun viel sorgfältiger die Geschäftsmodelle von Start-ups und deren Weg zur Rentabilität, wobei sie eine Verfolgung des Wachstums um jeden Preis vermeiden. Dieser disziplinierte Ansatz hilft, eine Überhitzung des Marktes zu verhindern.
Gleichzeitig vermitteln die Schlüsseltrends Vertrauen in weiteres Wachstum. Das für IPOs geschlossene Fenster in den Jahren 2022–2023 hat sich nun geöffnet und ermöglicht es etablierten Unternehmen, ihre Börsenausgangspläne zu realisieren. Ein aktiver M&A-Markt bietet Projekten neue Exit-Möglichkeiten, und das Auftauchen neuer Megafonds garantiert Kapital für die Finanzierung der nächsten Generation von Start-ups. Makroökonomische Risiken bleiben bestehen, aber Risikokapitalinvestoren gehen den begonnenen Aufschwung vorbereiteter an als zuvor. Die ersten Wochen des Jahres 2026 bestätigen: Das globale Start-up-Ökosystem gewinnt an Dynamik. Sollte sich der positive Trend fortsetzen, könnte dieses Jahr weiteres Wachstum der Risikokapitalinvestitionen und das Erscheinen neuer technologischer Führer bringen.