
Ausführliche Übersicht über wirtschaftliche Ereignisse und Unternehmensberichte am 25. Januar 2026. Ruhiger Wochenendtag an den Märkten, Bericht von Baker Hughes, Daten zur Handelsbilanz Saudi-Arabiens, nationaler Feiertag in Australien sowie Erwartungen vor den wichtigen Entscheidungen der US-Notenbank und der Bank of Japan.
Der Sonntag verläuft relativ ruhig für die globalen Märkte: Die wichtigsten Börsen in den USA und Europa sind geschlossen, und die Handelsaktivität im asiatisch-pazifischen Raum ist vermindert. Investoren ziehen Bilanz über das kürzlich beendete Weltwirtschaftsforum in Davos und bereiten sich auf eine ereignisreiche neue Woche vor. Im Mittelpunkt stehen die bevorstehenden Sitzungen der Zentralbanken: Bereits am Mittwoch wird die US-Notenbank ihre Entscheidung zur Zinspolitik bekannt geben, gefolgt von einer möglichen Anpassung der Geldpolitik der Bank of Japan. Darüber hinaus sticht der Energiesektor durch den Bericht des Ölserviceunternehmens Baker Hughes hervor, der an einem untypischen Tag – dem Sonntag – veröffentlicht wird. Die Veröffentlichung der makroökonomischen Daten zur Handelsbilanz Saudi-Arabiens gibt ein Signal über den Zustand des Ölexports zum Jahresende. In dieser Situation ist es für Investoren wichtig, die Marktpause zu nutzen, um Risiken neu zu bewerten und sich auf die bevorstehende Volatilität der kommenden Woche vorzubereiten.
Wirtschaftskalender (MSK)
- 06:00 — Saudi-Arabien: Handelsbilanz für November.
- Ganzer Tag — Australien: Nationalfeiertag (Australien-Tag, 26. Januar; australische Märkte geschlossen).
Zentralbanken: US-Notenbank und Bank of Japan
- US-Notenbank – am Mittwoch, den 28. Januar, findet die erste Sitzung der Federal Reserve im Jahr 2026 statt. Die Märkte erwarten eine unveränderte Zinspolitik, jedoch wird die Rhetorik des Regulators aufmerksam analysiert. Jegliche Signale über zukünftige Pläne der Fed zur Straffung oder Lockerung der Politik werden Auswirkungen auf die Renditen der Staatsanleihen und die Indizes S&P 500 und Nasdaq haben.
- Bank of Japan – wird gegen Ende der Woche eine Sitzung abhalten, in der die Geldpolitik zur Kontrolle der Renditen von Staatsanleihen (YCC) möglicherweise überarbeitet wird. Vor dem Hintergrund steigender Renditen japanischer 10-jähriger Anleihen auf mehrjährige Maxima hat die Erwartung eines erweiterten Korridors zugenommen. Jede Änderung der YCC-Parameter könnte zu einem Sprung des Yen-Kurses führen und die globalen Anleihemärkte beeinflussen.
Öl und Rohstoffe
- Der Bericht von Baker Hughes (BKR) wird zu stabilen Ölpreisen veröffentlicht (Brent hält sich im Bereich von 60 USD pro Barrel) und einem mäßig volatilen Markt für Erdgas. Als einer der Marktführer im Ölservice-Sektor liefert Baker Hughes frühe Indikatoren für die Aktivität in der Ölbranche. Investoren bewerten die Dynamik neuer Aufträge für die Ausrüstung und Dienstleistungen des Unternehmens sowie die Kommentare des Managements zu den Perspektiven der Branche angesichts des Preisumfelds.
- Die Außenhandelsdaten Saudi-Arabiens für November spiegeln den Zustand des Ölexports des größten Ölexporteurs der Welt wider. Ein stabiler Handelsüberschuss signalisiert stabile Öleinnahmen und könnte die Stimmung der OPEC+-Länder unterstützen. Ein Rückgang des Überschusses könnte jedoch auf einen Rückgang der Exporte oder Preise hinweisen, was für die Prognosen des Ölmarktes wichtig ist. Die Goldpreise bleiben hoch (über 3300 USD pro Unze), was auf eine anhaltende Nachfrage nach sicheren Anlagen in einem Umfeld globaler Unsicherheiten hinweist.
Berichterstattung: USA
- Baker Hughes (NASDAQ: BKR) – ein großes Ölserviceunternehmen im S&P 500 – wird seinen Bericht für das 4. Quartal 2025 nach Handelsschluss am Sonntag veröffentlichen. Analysten erwarten einen Gewinn pro Aktie von etwa 0,67 USD und einen Umsatz von ca. 7,1 Milliarden USD. Im Fokus stehen die Rentabilität des Servicegeschäfts und die Volumina neuer Aufträge für die Ölproduktion. Die Ergebnisse von Baker Hughes werden den Ton für den Energiesektor vor der Eröffnung der US-Märkte am Montag angeben.
Weitere Regionen und Indizes: Euro Stoxx 50, Nikkei 225, MOEX
- Euro Stoxx 50: In Europa ist der Sonntag traditionell ein Ruhetag für Unternehmensveröffentlichungen, und Investoren richten ihre Aufmerksamkeit auf makroökonomische Faktoren. Zu Beginn der kommenden Woche werden in der Eurozone Daten zum Geschäftsklima und erste Berichte großer Industrieunternehmen erwartet, die die Bewegungen des Euro Stoxx 50 beeinflussen könnten. Die Kurse von EUR/USD und GBP/USD bleiben relativ stabil und reflektieren die Erwartungen zu den Entscheidungen der Fed und der Bank of England.
- Nikkei 225 / Japan: In Tokio setzt sich die Saison der Finanzberichte für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2025 fort. In den ersten Tagen der Woche werden mehrere Technologie- und Industrieunternehmen (z. B. Hersteller von Elektronik und Ausrüstung) berichten, deren Ergebnisse die Dynamik des Nikkei 225 beeinflussen werden. Zudem hält das bevorstehende Treffen der Bank of Japan den japanischen Anleihemarkt und den Bankensektor in Atem.
- MOEX / Russland: Am russischen Markt (Index MosБиржи) gibt es an den Wochenenden keine bedeutenden Veröffentlichungen. Die großen Blue-Chips bereiten sich darauf vor, ihre Jahresergebnisse näher am Quartalsende zu veröffentlichen; daher sind externe Indikatoren – Ölpreise, geopolitischer Hintergrund und Wechselkursbewegungen des Rubels – im Fokus. Investoren in der Region werden sich an globalen Signalen und Entscheidungen der Fed orientieren, um potenzielle Auswirkungen auf die Rohstoffmärkte und Währungen von Schwellenländern zu bewerten.
Zusammenfassung des Tages: Worauf der Investor achten sollte
- 1) Baker Hughes: Die unerwartete Veröffentlichung des Berichts am Sonntag macht die Ergebnisse von BKR zu einem wichtigen Indikator für den gesamten Öl- und Gassektor. Starke Ergebnisse (über den Erwartungen bezüglich Gewinn oder Umsatz) könnten die Aktien von Energieunternehmen stützen, während eine Enttäuschung die Vorsicht am Markt vor Wochenbeginn verstärken könnte.
- 2) Fed und Makropolitik: Ein wichtiges Ereignis steht bevor – die Sitzung der Fed am 28. Januar. Investoren sollten sich auf mögliche Volatilität vorbereiten: Jegliche Andeutungen auf Veränderungen der Geldpolitik der USA könnten zu einer Neubewertung riskanter Anlagen führen, von Aktien technologischer Unternehmen bis hin zu Währungen von Schwellenländern.
- 3) Bank of Japan und globale Anleihen: Eine potenzielle Anpassung der Politik der Bank of Japan zur Einkommenskontrolle könnte nicht nur den Nikkei 225 und den Yen-Kurs beeinflussen, sondern auch die globalen Anleihemärkte. Ein Anstieg der japanischen Renditen könnte zu höheren Zinsen in anderen Ländern führen, was für globale Investoren wichtig ist.
- 4) Ölmarkt: Eine Kombination aus den Daten aus Saudi-Arabien und dem Bericht von Baker Hughes wird einen frischen Blick auf das Verhältnis von Angebot und Nachfrage auf dem Ölmarkt bieten. Sollte die Statistik auf einen stabilen Export und optimistische Prognosen für den Dienstleistungssektor hinweisen, könnten die Ölpreise Unterstützung erhalten, was positiv für rohstoffnahe Vermögenswerte und Währungen von Exportländern wäre.
- 5) Strategie für die neue Woche: Die aktuelle Handelsaussetzung – ein geeigneter Zeitpunkt zur Neubewertung des Portfolios. Angesichts der bevorstehenden Ereignisse (Fed, Unternehmensberichte, Makrodaten) wird Investoren empfohlen, im Voraus akzeptable Volatilitätskorridore und Ein-/Ausstiegspunkte zu bestimmen. Der Einsatz von Stop-Orders und das Hedging von Risiken helfen, die neue Woche besser vorbereitet zu begegnen, insbesondere da der Montag mit reduzierter Aktivität (kein Handel in Australien) beginnen wird und die Märkte Zeit benötigen, um auf die gesamte Nachrichtenlage zu reagieren.